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Glossar-Übersicht |  V
V.32bis
Definitionen für Datenübertragungen.
Eine 1991 von der CCITT festgelegte Norm zur Datenfernübertragung mit Modems über Telefonleitungen. Die V.32bis-Norm definiert eine Übertragung mit 14.400 Bit/sec.
 
V.34
Definitionen für Datenübertragungen.
Eine 1994 von der CCITT  festgelegte Norm zur Datenfernübertragung mit Modems über Telefonleitungen. Ermöglicht eine Datenübertragung mit 28.800 Bit/s.
 
V.42
Definitionen für Datenübertragungen.
Von der CCITT 1995 veröffentlichten Empfehlung zur Fehlerkontrolle bei der Datenübertragung mit 57600 bps.
 
V.42bis
Definitionen für Datenübertragungen.
Von der CCITT 1989 festgelegt Norm zur Datenkomprimierung bei der Datenübertragung mit Modems über eine Telefonleitung.
 
V.90
Definitionen für Datenübertragungen.
Im Februar 1998 wurde von der ITU der V.90-Standard verabschiedet. Er löst die inkompatiblen 56-KBit/s-Modem-Standards (x2 und K56) ab.
 
Validator
Hilfsprogramm zum Überprüfen von HTML-Seiten.
Überprüft z.B. HTML-Seiten auf Richtigkeit in Abhängigkeit der HTML-Version oder vom verwendeten Browser-Typ bzw. Hersteller.
 
VBA
Makro-Programmiersprache, die Bestandteil von Visual Basic ist.
Herkunft: Abk. für "Visual Basic for Applications".
Mit dieser Programmiersprache von Microsoft lassen sich z.B. Office Programme wie Word, Access oder Excel steuern.
 
VBScript
Scriptsprache auf der Basis von Visual Basic.
Begriff: Abk. für "Visual Basic Script".
VBScript ist eine derzeit nur vom Microsoft Internet-Explorer ausführbare Script-Sprache, die interaktive Web-Seiten ermöglichen soll.
 
Veronica
Suchsystem für den Gopherspace.
Begriff: Abk. für "Very Easy Rodent-Oriented Netwide Index to Computerized Archives".
Ermöglicht anhand von Stichworten die Gopher-Server zu durchsuchen. 

Versalien
Typografie: Großbuchstaben. 

Verschlüsselung
Verschlüsselung, auch: Chiffrierung oder Codierung.
Begriff: engl. "encryption".
Unter Verschlüsselung versteht man die Umwandlung von einem lesbaren Text (dem Klartext) in einen Geheimtext, der nicht mehr ohne Hilfsprogramme lesbar ist. Der umgekehrte Prozeß, d.h. das Wiederherstellen der ursprünglichen Informationen aus dem Geheimtext heißt Entschlüsselung. Es existieren zwei Verschlüsselungsverfahren: das symmetrische und das asymmetrische Verfahren: Bei der symmetrischen Verschlüsselung benutzen Sender und Empfänger den selben geheimen Schlüssel. Bei der asymmetrischen Verschlüsselung werden zwei Schlüssel benützt, ein öffentlicher, allen zugänglicher (Public Key), sowie ein privater (Private Key), der nur für Sender oder Empfänger bekannt ist.Die asymmetrische Verschlüsselung lässt sich für zwei Verwendungszwecke nutzen, je nachdem ob der Sender oder der Empfänger den öffentlichen Schlüssel benützt:
1. Verschlüsselung von E-Mails:
Bei der Verschlüsselung von E-Mails verwendet der Sender den öffentlichen Schlüssel des Empfängers. Zur Dechiffrierung benützt der Empfänger dann seinen eigenen, privaten Schlüssel.
2. Digitale Signatur:
Bei der digitalen Signatur wird aus den einzelnen Zeichen einer E-Mail eine Art Prüfsummer ermittet. Diese Prüfsumme wird nun mit dem privaten Schlüssel des Senders chiffriert und an die Nachricht angehängt. Mit dem öffentlichen Schlüssel kann nun der Empfänger jederzeit die Authentizität der Mitteilung feststellen.
Da durch die asymmetrischen Verschlüsselungsverfahren die privaten E-Mails sehr wirkungsvoll verschlüsselt werden, melden inzwischen Politiker sowohl in den USA als auch in der Bundesrepublik militärische und kriminologische Sicherheitsbedenken an. So erliess die US-Regierung ein Exportverbot für Kryptoverfahren in Länder ausserhalb der USA und Kanadas mit einer maximalen Länge von 40 Bit bei symmetrischen und 512 Bit bei asymmetrischen.
Das bekannteste Programm, das ein asymmetrisches Verfahren zur Verschlüsselung verwendet, ist PGP. Auch in den Web-Browsern Netscape Navigator 4x (SSL) und Internet Explorer 4x (SSL/PCT) kommen asymmetrische Dechiffrierungsverfahren zum Einsatz. Beide Programme greifen dabei auf den Standard S/MIME zurück. Dem von der US-Regierung herausgegebenen Signaturverfahren DSS wird dagegen allgemein kein grosses Vertrauen gegenüber gebraucht, da zum einen es nie veröffentlicht wurde (und sicher in Zusammenarbeit mit "Big Brother"NSA entstand) und zum anderen einige mögliche Schwächen zeigt.
 
Verzeichnis
Ordner.
Begriff: engl. "Directory".
Logischer Bereich auf einem Datenträger, der zur Organisation der auf dem Datenträger gespeicherten Daten dient. In einem Verzeichnis können Dateien gespeichert werden. Ausserdem lassen sich innerhalb eines Verzeichnisses weitere Unterverzeichnisse anlegen.
Die Darstellung auf dem Bildschirm erfolgt bei den meisten Betriebssystemen als Verzeichnisbaum.
 
Verzeichnisbaum
Darstellungsform von Verzeichnissen.
Begriff: engl. "tree".
Darstellung von Verzeichnissen mitsamt seinen Unterverzeichnissen und deren Dateien in Form einer Baumstruktur.
 
VGA
Video-Grafikstandard.
Herkunft: Abk. für "Video Graphics Array".
1987 von IBM eingeführter Grafikstandard für Bildschirmkarte, der EGA ersetzte. 
VGA ist heute veraltet und wurde durch SVGA ersetzt. 

Vierfarben- bzw. Mehrfarbendruck
4c; Reproduktionsverfahren farbiger Vorlagen, in dem vier Normfarben (Gelb, Rot, Blau, Schwarz) eingesetzt werden. Die Vorlage wird in Rasterpunkte aufgelös un in die vier Farben getrennt. PRo Farbe entsteht ein Rasterfilm (Litho), aus dem pro Farbe mittels Kopierverfahren die Druckplatte hergestellt wird. Im Zusammendrucken der vier Farben entsteht ein der Vorlage entsprechendes Ergebnis. 

Viren
Destruktive Computerprogramme.
Computerviren sind Programm, die sich vom Benutzer unbemerkt selbst verbreiten und Schaden anrichten können. Man unterscheidet Boot- Datei- und Makroviren.
 
VisiCalc
Name eines Tabellenkalkulationsprogramms.
Begriff: Produktname. 
VisiCalc wurde 1978 von Dan Bricklin und Bob Frankston für den Apple II-Computer entwickelt. Es war das erste Tabellenkalkulationsprogramm überhaupt und ein Grund für den Erfolg des Apple II.
 
VisualBasic
Objektorientierte Version der Programmiersprache Basic.
Begriff: Basic, das sich mit Hilfe von Masken generieren lässt.
Auf BASIC beruhende, objektorientierte Programmiersprache von Microsoft, die speziell für die einfache Programmierung unter Windows 3.x entwickelt wurde. Visual Basic ist seit 1991 auf dem Markt und liegt inzwischen in der Version 5 vor. 
Mit Visual Basic lassen sich dialogorientierte Programme über Bildmasken erstellen (Prototyping), wobei ein Maskengenerator und vorgegebene Bibliotheken zu den einzelnen Prototypen (Programmelemente) eingesetzt werden. Die vorgegebenen, zusammengesetzten Elemente müssen nur noch an die speziellen Eigenschaften des neuen Programms angepasst werden, wodurch eine schnelle und einfache Programmentwicklung möglich ist.
 
Virtuelle Realität
Computererzeugte künstliche Realität.
Begriff: engl. für 'Künstliche Realität' , auch: Cyberspace.
Von einem Computer künstlich erzeugte (virtuelle), dreidimensionale Objekte (Personen, Gegenstände, Landschaften) und Abläufe.
Die Virtual Reality dient vor allem der Simulation echter Realitäten, sie wird daher z. B. für Fahrsimulatoren, Computerspiele oder bei medizinischen Anwendungen eingesetzt.
 
Vollduplex
Verfahren zur Datenübertragung.
Begriff: "doppelt".
Verfahren, in dem eine gleichzeitige Übertragung in beide Richtungen möglich ist. Alle an der Übertragung beteiligten Partner können gleichzeitig senden und empfangen. Solange keine Fehler aufgetreten, wird die Übertragung fortgesetzt. Wird ein Fehler entdeckt, werden die fehlerhaften Daten erneut gesendet.
 
Voyager
Deckname für XHTML.
Voyager ist der Deckname für XHTML 1.0, die zur Zeit vom W3C definiert wird. 
 
VRML
Programmiersprache für 3D-Objekte.
Herkunft: Abkürzung für engl. "Virtual Reality Modeling Language".
Von M. Pesce und T. Parisi entwickelte Programmiersprache, mit der dreidimensionale Objekte dargestellt werden kann. In die VRML-Version 2.0 lassen sich auch animierte Objekte, Sound, Videos und Interaktionen einbinden. VRML ist in den neueren Browser-Versionen integriert. Derzeit sind die meisten VRML-Angebote noch im Experimentierstadium. Die geringen Bandbreiten des Internets lassen VRML derzeit noch nicht zu Erlebnis werden.
 
VT100
Übertragungsprotokoll.
Begriff: Abk. für "Virtual Terminal" = virtuelles Terminal.
Von den meisten Servern (und Kommunikationsprogrammen) verstandener Terminaltyp.

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